Heli Training mit der Interventionseinheit

In Zürich wird die Interventionseinheit „Skorpion“ bei Gewaltverbrechen wie Geiselnahmen, Terrorgefahr oder dem Schutz gefährdeter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Personenschutz) beigezogen. In Zusammenarbeit mit der Schweizer Luftwaffe wird die Einsatzfähigkeit aus der Luft trainiert und sichergestellt.

«Diese Trainingseinsätze fordern eine sehr hohe Konzentration aller Beteiligten.»

Ein Geiselnehmer hat sich in einem Gebäude verschanzt. Die Verhandlungen mit der Polizei blieben bislang erfolglos. Eine unmittelbare Gefährdung der Geiseln steht bevor. Der Pilot fliegt dazu die Polizisten mit dem Helikopter in den Einsatz.  Mit viel Fingerspitzengefühl lässt er den Helikopter über dem Haus schweben. Jetzt geht alles schnell. Vier Polizisten seilen sich auf Kommando des Piloten auf das Dach ab und bewegen sich taktisch ins Haus hinein. Kurze Zeit später vernimmt der Pilot über Funk, dass der Geiselnehmer überwältigt wurde und die Geisel gerettet wurden. Dies ist ein mögliches Szenario welche Piloten der Schweizer Luftwaffe mit Angehörigen der Interventionseinheiten regelmässig trainieren.

„Diese Trainingseinsätze fordern eine sehr hohe Konzentration aller Beteiligten“ bemerkt der Pilot, welcher aus Sicherheitsgründen nicht mit Namen genannt werden kann. „Es ist wichtig, dass wir im Vorfeld mit der Polizei alles genau absprechen und die Abläufe minutiös durchgehen“. Und selbst dann kann in einem Live-Einsatz immer etwas Unerwartetes geschehen. Deshalb trainiert die Interventionseinheit regelmässig zusammen mit der Luftwaffe die verschiedenen Szenarien. Dazu wird der Helikopter mit Spezialequipment versehen, welches den Polizisten einen schnellen Transport und das Abseilen aus der Luft ermöglicht.

«Die Polizisten sind Profis in ihrem Metier, ich kann mich hundertprozentig auf sie verlassen.»

Für den Piloten ist es eine grosse Herausforderung, die Maschine ruhig zu halten wenn sich die Polizisten abseilen oder von den Kufen hinuntersteigen. „Schon kleine Bewegungen und Gewichtsverlagerungen spüre ich sehr gut am Steuer, dass erfordert eine ruhige Hand und kontinuierliches korrigieren“. Dazu können äussere Einflüsse wie Wind ein sicheres Absetzen der Polizisten erschweren. „Ich muss den ganzen Einsatz im Kopf haben, und genau wissen was als nächstes passiert damit ich frühzeitig erkenne ob ich den Einsatz weiterfliegen kann oder nicht".

Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Luftwaffe ist sehr professionell. „Man merkt sofort, dass die Polizisten Profis in ihrem Metier sind, ich kann mich hundertprozentig auf sie verlassen“. Und, die Abwechslung welche der Beruf des Militärpiloten bietet ist sehr gross. „Heute trainiere ich zusammen mit der Polizei, morgen steht ein Lastentransport an und nächste Woche bin ich als Fluglehrer eingesetzt. Der Job ist extrem vielseitig, spannenden und vor allem auch sinnvoll, das gefällt mir sehr!“  fügt der Pilot an.

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