Eine Gruppe jugendlicher vor einem Flugzeug in einem Flugkurs
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Erfahrungsbericht aus Birrfeld (Kurs 1-09-26)

Einblicke und Erfahrungen aus Birrfeld

Ein typischer Tag

Nach früher Tagwache, circa 7:30, und einem einfachen Zmorge, gestellt vom Restaurant, im Theorieraum werden die beiden Flieger aus dem Hangar geholt, gecheckt und vorbereitet. Um 7:45 Uhr beginnt der Unterricht mit den Fluglehrer Andy und Remo. Nach vielen Inputs zur Flugtheorie wird der anstehende Flug gebrieft, bevor es um circa 10 Uhr mit den ersten Flügen losgeht. Dabei fliegen immer zwei Schülerinnen bzw. Schüler mit einem Fluglehrer, während sich die anderen auf den Flug vorbereiten oder den bereits absolvierten Flug debriefen. Meist pünktlich im 12 Uhr gibt es ein feines, gross portioniertes, Zmittag im Restaurant «Cockpit».

Am Nachmittag stehen ebenfalls Flugtheorie oder weitere Flüge auf dem Programm. In der Regel hat man einen Flug pro Tag, selten zwei. Am Ende des Flugtages werden die Flieger geputzt, verräumt und in den Hangar geschoben. Nach einem weiteren kurzen Theorieinput gibt es um circa 19 Uhr ein Znacht im Restaurant. Anschliessen wird die Theorie des nächsten Flugs bearbeitet und das Flugprogramm wird selbständig geplant und möglichst gut memorisiert.

Meist um 21 Uhr ist die Luft raus und der Weg ins Bett passiert von allein…

Unterkunft

Die Unterkunft befindet sich im gleichen Gebäude wie das Restaurant und der Theorieraum und befindet sich direkt auf dem Flugplatz. Übernachtet wird in einem Zweierzimmer mit ausreichend Platz und Stauraum, um es sich gemütlich zu machen.

Es befindet sich ein gemeinsames Badezimmer auf demselben Stock wie die Schlafräume. Vorhanden sind zwei grosszügige Duschkabinen, zwei WCs und drei Brünnelis, sodass man zu sechst gemeinsam vor dem grossen Spiegel Zähneputzen kann.

Gerda, eine ehemalige Fluglehrerin, kümmert sich bestens um das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schülerinnen. Sie sorgt für Ordnung in den Zimmern und verpflegt mit frischen Früchten & Snacks zuhauf. Danke Gerda!

Abendstimmung auf dem Flugplatz Birrfeld mit Flugzeug
Foto: Kandidat Flugkurs

Tipps für die Vorbereitung

Je besser man die Checks und Procedures kann und verstanden hat, desto mehr Kapazität hat man für anderes während dem Fliegen. Vorbereitung hilft viel. Je besser die Theorieunterlagen des Dokuments «Grundlagen und Verfahren» im Voraus bearbeitet wurde, desto leichter fällt das Verständnis für neue Theorie und die Flugprogramme.

Um sich von Anfang an möglichst Wohl im Flugzeug zu fühlen, lohnt es sich, die Bilder der Cockpits genau zu studieren. Optimalerweise können Checks und Prodcedures bereits am Bild zuhause «durchgespielt» werden.

Sich mit der Geografie der Arbeitsräume im Voraus zu beschäftigen, lohnt sich sehr. Besonders hilfreich zu kennen sind geografische Besonderheiten, Merkmale wie Autobahnen und Atomkraftwerden sowie grössere Städte. Google Earth ist hier besonders hilfreich. Und auch wenn man die Region kennt oder dort wohnt: aus der Luft sieht alles anders aus.

Auf die Schülerinnen und Schüler warten sehr lehrreiche und intensive Wochen. Eindrücke, Checks und Procedures haben den einen oder anderen bis in den Schlaf und in die Träume verfolgt… Auch sind Zweifel und Unsicherheiten während dem Kurs allgegenwärtig. Der Druck ist hoch, ebenso das Stresslevel. Davon sollte man sich aber nicht runterziehen lassen, den spätestens nach dem Kurs wird einem bewusst, wie viel man in so kurzer Zeit gelernt und geleistet hat.

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